Ein faszinierender Heiliger
Man muß ihn nur
anschauen!
„Welch sympathische Erscheinung! In der Kirche gibt es, wenn man so sagen darf, Heilige von Beruf. Wenn man ihren Biographen glauben darf, dann haben sie von Kindheit an schon danach gestrebt, in das Verzeichnis der Heiligen aufgenommen zu werden. Don Bosco hatte dazu keine Zeit, und so ist es begreiflich, daß es nicht seine Schuld ist, daß er ein Heiliger geworden ist.
Don Bosco! Man muß ihn nur anschauen! Auch auf den Bildern kann man ihn nicht genug bewundern. Er ist sympathisch, wie man sagt. Man weiß sofort, daß man Vertrauen zu ihm haben kann. Und damit ist alles klar. Vor einem solchen Antlitz bedurfte es keines Gebotes, die Beichte abzulegen. Sie wurde zu einem wahren Bedürfnis. Man mußte einfach beichten. Wenn man ihn sah, regte sich sofort das Verlangen, ihm alles zu sagen, sich ihm anzuvertrauen und die Gelegenheit, solange man noch jung war, auszunützen. Man mußte ihn fragen, ob diese innige Verbindung von Mensch zu Mensch wirklich der unter uns lebende Jesus ist.
Ja, mein Sohn, ja, mein Kleiner, der du ein Mann zu werden beginnst, schau sie dir gut an, diese schöne Gestalt, dieses gute ehrliche Gesicht! Gerade für dich konnte er nichts Besseres tun, als ein Heiliger zu werden! Und nun wirst du auch begreifen, daß es gar nicht so schwer ist, an die Liebe Jesu zu glauben!"
Millionen Menschen auf dem ganzen Erdkreis erlebten und erleben Don Bosco so, wie der Dichter sagt: Er ist sympathisch, man kann ihm vertrauen, er hilft uns, an die Liebe Jesu zu glauben.
Paul Claudel, französischer Dichter und Diplomat, +1955
Don Bosco ist ein Priester, der Menschen bwegt. Ich weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken könnte. Er ist ein so heiterer, so liebenswürdiger Mensch. Ich kann sein Wesen nicht mit Worten beschreiben. Was aber die Kirche an diesem faszinierenden Heiligen und Erzieher erfahren durfte, war das Vorbild der radikalen Verbundenheit mit Gott, deren natürliche Frucht ein großherziger Einsatz bei seinen jungen Freunden war.
Franz Kard. König

